Abschlusswort 2011
Oberbürgermeister Roland Dantz
Abschlussworte des Oberbürgermeisters zum Forstfest 2011
Liebe Kamenzer Schülerinnen und Schüler,
aber auch liebe Schüler und Eltern aus den Nachbarorten von Kamenz,
sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt,
werte Gäste aus nah und fern,
„Heimat ist da, wo ich verstehe und wo ich verstanden werde.“ So der deutsche Philosoph Karl Jaspers. Natürlich hatte er dabei nicht das Kamenzer Forstfest im Sinn, er kannte es sicherlich nicht.
Wir Menschen brauchen einen Ort, an dem wir fühlen, dass wir dazu gehören. Wir alle brauchen Heimat, einen Raum, der mit seinem Inneren uns gehört, ja zu uns spricht. Und für uns im eigentlichen Sinne das Haus ist, in dem wir leben. Wir treffen uns im Forst an dem einen oder anderen Punkt, jedes Jahr – Lehrerinnen mit ihren Kollegen, ehemalige Schüler – vieles ließe sich da aufzählen. Diese Gefühle und Gedanken bewegen uns auch, wenn wir im Forsttrubel zum Innehalten kommen.
Viele erleben hier in Kamenz und der Umgebung ihre Kindheit und Jugend oder haben sie erlebt. Dann schauen sie – mitunter auch nach Jahren – in Kamenz vorbei und suchen das „alte“ Kamenz, aber vergleichen auch, was sich geändert hat. Und da kann sich unsere Stadt sehen lassen:
Denn sie ist eine Stadt im Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne. Das Forstfest, die vielen historischen Gebäude, die Werte in den Archiven und insbesondere die in St. Annenkirche präsentierten Kultur- und Kirchenschätze weisen auf die historischen Wurzeln unserer Stadt.
Wir freuen uns auch auf den morgigen Tag. Mit diesen Quellen und einem immer gezeigten Bürger- und Gemeinsinn wurde in den letzten Jahren wieder viel geschafft. Seien es die hervorragenden Grundschulen für die Bildung unserer Jüngsten, seien es die modernen Sportstätten oder die Investitionen in Infrastruktur und Feuerwehr, um nur weniges zu benennen.
Hinzu kommt, dass es – gemeinsam mit dem Stadtrat – gelungen ist, ein führendes Unternehmen der Zukunftsbranche in Kamenz anzusiedeln. Wenn man heute von Elektromobilität spricht, spricht man von Kamenz. Und wir freuen uns über 450 neue Arbeitsplätze. Aus diesen und vielen anderen Gründen ist Kamenz eine Stadt, in der es sich gut arbeiten, gut wohnen, also einfach gut leben lässt.
Und zum guten Leben in Kamenz gehört unser Kamenzer Forstfest einfach dazu. Denn dieses Schul- und Heimatfest, welche seinesgleichen sucht, lebt nur durch uns. Denn es sind die Kamenzer selbst, die ihr Fest vorbereiten und gestalten. Ohne das kräftige und engagierte Mittun aller Beteiligten an unserem Forstfest wäre es nicht das Fest des Jahres, welches wir schätzen, lieben und ersehnen.
So sei der Dank an die vielen kommunalen und ehrenamtlichen Kräfte, an die Gärtner und Gartenbaubetriebe, –sie haben mit viel Mühe und Fleiß prachtvolle Gebinde gestaltet – ausgesprochen.
Unser Dank ist an die Kirchen, an die Vereine und die Kameraden der Feuerwehr gerichtet.
Der Dank gilt ebenso dem Deutschen Roten Kreuz, den Sportvereinen, dem Förderverein Forstfest sowie dem Forstfestkomitee.
Und alle Jahre wieder erfreuten uns die fleißigen Rankewickler, darunter der Jesauer Männerchor mit kräftiger Stimme. Sagenhafte 360 Meter Ranke wurden gewunden. Auch an unserer 1. Mittelschule und am neuen Goldenen Stern sind die Kränze zu bestaunen
Besonderer Dank gilt aber auch den Blasorchestern unserer Lessingstadt und aus Kolin. Die musikalische Umrahmung war wunderbar!
Wir danken den Schaustellern und Gastwirten im Forst sowie den zahlreichen Sponsoren und Spendern, die die Stadt bei der Durchführung des Forstfestes mit Sach- und Geldspenden unterstützt haben.
Nicht zuletzt möchte ich mich bei Euch, liebe Schülerinnen und Schüler, und in besonderem Maße bei Euren Eltern und manchen Großeltern bedanken. Ihr ward es, die uns diese wunderbaren Festumzüge geboten haben. 1200 Schülerinnen und Schüler haben uns diese Freude bereitet. Gemeinsam mit Euren Lehrerinnen und Lehrern der Grund- und Mittelschulen und des Gymnasiums ist es wieder gelungen, dem diesjährigen Kamenzer Forstfest zu seinem besonderen Glanz zu verhelfen.
Ich danke daher – oder besser wir danken daher – allen. Und ich denke alle Helfer und Unterstützer haben sich jetzt einen kräftigen Beifall verdient.
Ein schönes und gelungenes Forstfest liegt nun hinter uns. Und ein großes – der Tag der Sachsen – liegt vor uns. Gespannt blickt der Rest von Sachsen auf unsere Stadt, die – und da bin ich mir sicher – die Erwartungen für dieses große Fest erfüllen wird.
Seien wir also nächste Woche freundliche, liebenswürdige und zuvorkommende Gastgeber, wofür ja auch unser Forstfest steht. Ganz Sachsen hat in diesem Jahr auf unser Forstfest geblickt. Wir haben unsere Traditionen bewahrt und ein wenig vorgefeiert. Ca. 400.000 Gäste zu erwarten, ist einmalig für unsere Stadt. Am Ende werden wir auf drei ereignisreiche Tage zurückblicken, die unser Kamenz vorangebracht und bekannter gemacht haben.
Jetzt aber heißt es Abschied nehmen vom diesjährigen Forstfest, dem kleinen vor dem großen Fest.
„Abend wird es wieder. Über unsre Stadt senkt die Nacht sich nieder. Sterne leuchten matt.“
Jedes Mal am Donnerstagabend, wenn ich auf unseren Markt schaue, läuft mir ein Schauer über den Rücken. Es ist auch heute wieder so.
Mit einer guten Aussicht auf das nächste Wochenende und in der Hoffnung auf ein ebenso festfreundliches Wetter erkläre ich das diesjährige Forstfest für beendet.
Genießen Sie noch das Abschlusskonzert der Orchester auf dem Markt und für danach wünsche ich Ihnen einen guten Heimweg.
Abschlusswort 2010
Abschlussworte des Oberbürgermeisters zum Forstfest 2010
Liebe Kamenzerinnen und Kamenzer, liebe Kinder, Schülerinnen und Schüler, werte Gäste aus nach und fern,
„Abend wird es wieder. Über unsre Stadt ...“
Diese Stimmung des heutigen Abends hat Hanskarl Pfennig eingefangen, als er vor wenigen Jahren sein Abendlied für unser Fest dichtete.
Liebe Kinder, unser Kamenzer Forstfest gehört zu dem, was Heimat ausmacht.
Viele erleben hier in Kamenz ihre Kindheit und Jugend oder haben sie erlebt. Nicht umsonst zieht unser Schul- und Heimatfest jedes Jahr die Kamenzer und ihre Gäste – fast magisch – an! Und auch die „Kamenzer“, die nicht mehr hier leben, kehren gerade zu dieser Festzeit zurück in ihre Heimatstadt, „um dann nach frohen Runden heimwärts zu kehren.“
Liebe Gäste, liebe Kamenzer, eigentlich ist die Tradition des „Forstfestes“ auch eine Art Staffelstab, der von einer Generation an die andere übergeben wird. Denn eine Tradition lebt nur, wenn sie angenommen, gepflegt und weitergegeben wird.
Einer, der sich sehr verdient gemacht hat um unser Forstfest, war Hanskarl Pfennig. Dem Forstfest galt seine besondere Zuneigung. Den Geist, die Ursprünge des Forstfestes und den damit verbundenen Zauber des Festes bewahrte er gemeinsam mit vielen anderen. Wir singen auch ihm zur Ehre heute das Abendlied mit seinem Text. Wäre er heute unter uns gewesen, hätte er sicherlich gesagt: „Es war wieder ein schönes Fest.“ Wir hätten ihm zugestimmt angesichts der erlebten Blüten- und Blumenpracht, der ausgelassenen Fröhlichkeit bei den Schülern, Eltern und Besuchern.
Das Geheimnis des Forstfestes liegt wohl darin, dass es die Kamenzer selbst sind, die ihr Fest gestalten. Ohne das tatkräftige und engagierte Mittun aller Beteiligten an unserem Forstfest wäre es nicht das Fest des Jahres, welches wir schätzen und herbeisehnen.
So sei der Dank an die vielen kommunalen und ehrenamtlichen Kräfte gerichtet:
An die Gärtner und Gartenbaubetriebe – der Blumenschmuck war wieder eine Pracht! Dank an die Kirchen und Vereine unserer Stadt! Besonderen Beifall für die fleißigen Kameraden unserer Feuerwehr und an das Deutsche Rote Kreuz!
Nicht zu vergessen sind die fleißigen Frauen und Männer der Stadtverwaltung – auch ihnen gilt unser Dank. Dank auch an unseren Schießausschuss und unseren Kamenzer Schützenverein – wir hatten wunderbare Adlerschießen.
Mit Heidemarie Elitzsch und Günter Fanselow – unserem Schützenkönigspaar – und dem Schützenkönig der Bürger, Uwe Klawitter, werden wir sicher bis zum nächsten Forstfest „regiert“.
Bedanken möchte ich mich auch bei den beteiligten Sportvereinen und natürlich ganz besonders beim Föörderverein Kamenzer Forstfest sowie den Mitgliedern des Forstfestkomitees.
Schon traditionell hat sich auch wieder der Jesauer Männerchor stimmlich und auch ganz „handkräftig“ beim Rankewinden eingebracht.
Wir haben einen wundervollen Schmuck aus Ranken und Kränzen. 320 Meter Ranke – vielen Dank den Helfern mit ihren fleißigen Händen.
Dank gilt aber ebenso den Blasorchestern, darunter auch wieder den flotten Majoretten aus Kolin, den Schaustellern und Gastwirten im Forst sowie den zahlreichen Sponsoren, die die Stadt bei der Durchführung des Forstfestes mit Sach- und Geldspenden unterstützten.
Nicht zuletzt möchte ich mich bei Euch, liebe Schülerinnen und Schüler der städtischen Schulen, und in besonderem Maße bei Euren Eltern und manch Großeltern bedanken. Gemeinsam mit Euren Lehrerinnen und Lehrern der Grund- und Mittelschulen und des Gymnasiums ist es wieder gelungen, das diesjährige Kamenzer Forstfest zu einem unverwechselbaren Ereignis zu machen.
Ich danke daher – oder besser wir danken daher – allen, die unserem Heimat- und Schulfest wieder zu seiner besonderen Art des Glanzes und der Schönheit verholfen haben.
Nun heißt es für Euch, liebe Kinder, kräftig weiter zu lernen – Ihr schafft das schon!!
Und glauben Sie mir, sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger, bei diesem Engagement ist mir um den Staffelstab „Forstfest“ nicht bange.
Apropos Staffelstab – nächste Woche am Sonntag haben wir die Ehre, den Staffelstab für die Ausrichtung des 20. Tages der Sachsen zu übernehmen. Zwar nimmt sich der Tag der Sachsen im Vergleich zum erwachsenen Forstfest – zeitlich gesehen – wie ein Kind oder ein Jugendlicher aus, aber eine Jubiläumszahl wie die „20“ und noch dazu begangen in unserer Stadt wird kräftig gefeiert werden. Mit unserer Forstfesterfahrung werden wir gute Gastgeber sein.
Liebe Kamenzerinnen und Kamenzer, werte Gäste und Besucher, am 5. September, also in einer reichlichen Woche, ist es soweit. Feiern wir gemeinsam nach einem Einkaufsonntag ab 20 Uhr den Staffelstabempfang auf unserem Marktplatz! Feiern wir also gemeinsam den Startschuss in ein aufregendes Jahr für die Stadt Kamenz und die Region.
Wir sagen allen Sachsen dann: „Auf nach Kamenz“.
Liebe Kinder, liebe Eltern, liebe Kamenzer,
Das diesjährige Forstfest liegt nun wieder hinter uns. Und so richtet sich unser Blick schon wieder nach vorn: auf das nächste Forstfest, aber auch auf den 20. Tag der Sachsen. „Es war ein schönes Fest – wir freuen uns auf das Kommende!“
Genießen Sie noch das Abschlusskonzert der Orchester auf dem Markt. Mit diesen guten Aussichten für das nächste Jahr erkläre ich das Forstfest 2010 für beendet.
Danach wünsche ich Ihnen einen guten Heimweg.